Sonntag den 15.April 2012
Sonate in A-dur, D 574
1. Allegro moderato
2. Scherzo, Presto – Trio
3. Andantino
4. Allegro vivace
Rondo in h-moll, D 895
Andante molto
Allegretto
Andantino – [Thema – Var. I–IV]
Allegro vivace – Allegretto – Presto
Rainer Honeck und Christopher Hinterhuber
Christopher Hinterhuber
„Eines der besten, faszinierendsten Klavieralben des Jahres“ schrieb das Fono
Forum 2006 über Hinterhubers Aufnahme von
Sonaten und Rondos von CPE Bach; 2008 wählte das englische Gramophone-Magazin
die Aufnahme mit Werken für Klavier und
Orchester von Hummel zum „Editor’s Choice“. Breite internationale
Aufmerksamkeit erreichte auch die Serie aller Klavierkonzerte
des Beethoven-Zeitgenossen Ferdinand Ries, die mittlerweile beim vorletzten
Vol. 4 angelangt ist.
Geboren in Klagenfurt, waren Hinterhubers Lehrer Axel Papenberg, Rudolf Kehrer,
Lazar Berman, Avo Kouyoumdjian und
Heinz Medjimorec. Weitere künstlerische Anregungen verdankt er unter anderem
Oleg Maisenberg und Vladimir Ashkenazy
Auszeichnungen bei den Wettbewerben in Leipzig (Bach), Saarbrücken (Bach),
Pretoria (Unisa), Zürich (Géza Anda) und Wien
(Beethoven) markierten schon früh wichtige Stationen.
2002/03 vertrat er Österreich zusammen mit Patricia Kopatschinskaja in der
internationalen Reihe „Rising Stars“ in der Carnegie
Hall und in bedeutenden europäischen Musikmetropolen. In den letzten Jahren
war Hinterhuber regelmäßiger Gast bei Festivals wie der Styriarte in Graz, dem
Carinthischen Sommer in Ossiach, dem Klavierfestival Ruhr oder dem Prager
Herbst und spielte unter
Dirigenten wie Vladimir Ashkenazy, Yakov Kreizberg, Sylvain Cambreling, Bruno
Weil, Dennis Russell Davies, Bertrand de Billy; mit Orchestern wie den Wiener
Symphonikern, dem Radio-Sinfonieorchester Wien, dem Klangforum Wien, dem
Wiener und dem
Zürcher Kammerorchester, dem MDROrchester Leipzig, der Staatskapelle
Weimar,dem Royal Liverpool Philharmonic, dem
Orchestre Philharmonique du Luxembourg, dem New Zealand Symphony Orchestra und
dem Mozarteum Orchester Salzburg.
Ein bemerkenswertes Projekt war die Aufnahme in Ton (Schubert, Rachmaninow,
Schönberg) und Bild (Christopher Hinterhubers
Hände) für den französisch-österreichischen Film „Die Klavierspielerin“ nach
Elfriede Jelinek in der Regie von Michael
Haneke (prämiert mit dem Grossen Preis der Jury, Cannes 2001).
Er gab Meisterklassen in Europa, Japan und Südamerika und unterrichtete als
Gast Professor 2005/06 an der Universität für
Musik und Darstellende Kunst Wien. Ein wichtiger Teil seiner Tätigkeit ist die
Kammermusik, wobei u.a. Ernst Kovacic,
Christian Altenburger, Rainer Honeck, Othmar Müller, Tamás Varga,
ErnstOttensamer, Wolfgang Schulz und das Hugo Wolf-,
das Ysaye- und das Prazakquartett zu seinen regelmäßigen Partnern zählen.
Für 2009/10 stehen Konzerte in vielen europäischen Ländern, Neuseeland, Japan
und Korea auf dem Plan.
Rainer Honeck
Rainer Honeck, geboren in Nenzing/ Vorarlberg, begann im Alter von 7 Jahren Violine zu spielen. Er studierte u.a. in Wien an der Hochschule für Musik bei Prof. Edith Bertschinger, bevor ihn der berühmte Lehrer und Wiener Philharmoniker Prof. Alfred Staar unterrichtete.
Die frühe und lebensentscheidende Begeg- nung mit den Wiener Philharmonikern war 1978, als das Orchester ihm ein Stipendium aus den Mitteln der „Dr. Karl Böhm-Stif- tung“ verlieh. 1981 wurde Rainer Honeck als Primgeiger aufgenommen. 1984 stieg er zum Konzertmeister in der Staatsoper und 1992 zum Konzertmeister der Wiener Philharmo- niker auf.
Als Solist trat
Rainer Honeck in bedeutenden Musikzentren Europas (Royal Albert Hall, London),
Amerikas (Carnegie Hall, New York) und Japans (Suntory Hall, Tokio) auf. Zu
seinen persönlichen Höhepunkten zählen solistische Auftritte mit den Wiener
Philharmonikern (Dvorak’s Violinkonzert unter Mariss Jansons und Mozarts
Sinfonia Concertante mit Tobias Lea, Viola, unter Riccardo Muti) sowie eine
Konzertserie mit dem Yomiuri Nippon Symphony Orchestra Tokio, in der sämtliche
Werke von Mozart für Violine und Orchester aufgeführt wurden.
Auf CD hat er die Violinkonzerte von Dvorak und Mendelssohn mit der
Tschechischen Philharmonie aufgenommen (Pony Canyon); weiters sind Werke von
Franz Schubert für Violine und Klavier (Pony Canyon) sowie Violinkonzerte von
Mozart erschienen (Orfeo). Als philharmonischer Konzertmeister ist er zu hören
in „Ein Heldenleben“ von Richard Strauss (Christian Thielemann; Deutsche
Grammophon) und Rimsky-Korsakovs „Scheherazade“ (Seiji Ozawa; Philips)
Als Leiter der
Wiener Virtuosen (1990–2000), der Wiener Streichersolisten (1984–2004) und des
Kammerorchesters Wien–Berlin sowie als Primarius des Ensemble Wien hat sich
Rainer Honeck immer auch intensiv der Kammermusik gewidmet, was in zahlreichen
CD- und Rundfunk- aufnahmen dokumentiert ist. Namhafte Künstler wie Jessye
Norman, Kathleen Battle, Angelika Kirchschlager, José Carreras, André Previn
und Yuri Bashmet waren seine musikalischen Partner.
Seine jahrelange Erfahrung als musikalischer Leiter führte in jüngster Zeit
auch zu wiederholten Einladungen als Dirigent (u.a. Malmö Symphony Orchestra,
Schweden; Marinsky Orchestra, Yomiuri Nippon Symphony Orchestra Tokio, Kioi
Sinfonietta Tokio und Nagoya Philharmonic Orchestra).
Rainer Honeck spielt auf einer Violine von Antonio Stradivarius (ex Hämmerle,
anno 1709), die ihm von der Österreichischen Nationalbank zur Verfügung
gestellt wird.