Schwedisches Orchester brillierte in Lafnitz

Das "Helsingborg Symphony Orchestra" begeisterte das Publikum im Gemeinde-
zentrum restlos.

LAFNITZ. Konsequente Arbeit gepaart mit viel persönlichem Idealismus bildet den Humus für Glücksfälle. Der Auftritt des schwedischen "Helsingborg Symphony Orchestra" im Gemeindezentrum Lafnitz war ein solcher. Wem, wenn nicht Rudi Wilfinger, unermüdlicher Kulturmotor und Mastermind von Pro Cultura Lafnitz, wäre das Husarenstück geglückt, für einen regelrechten Pappenstiel dieses renommierte
75-köpfige Orchester zu einem einmaligen Gastspiel in die Oststeiermark zu lotsen?
Zuerst Lafnitz, dann Wiener Konzerthaus - das spricht für Wilfingers Reputation als
Veranstalter.

In Vertretung des verhinderten Bürgermeisters begrüßte Gemeinderätin Lieselotte Sommer die skandinavischen Musiker. Sie tat dies bemüht auf Englisch und
überreichte dem Dirigenten Andrew Manze eine Ortschronik in Buchform. Die
Schweden selbst bedankten sich auf ihre Weise mit einer packenden musikalischen Darbietung. In Hälfte eins stand das erste Klavierkonzert op.-15 in d-Moll von
Johannes Brahms am Programm, wobei der Wiener Pianist Stefan Arnold mit
schwarzem Strickkäppchen am Kopf die Partituren mit technischer Bravour und
einem bestechenden Klangfarbenwechsel zum Leben erweckte. Das subtile Zusammenspiel mit dem Orchester war von überzeugender Manier. Hier brandeten
die Schicksalswogen, einzig besänftigt von der göttlichen Universalität.

Nach der Pause brillierten die Schweden mit der Symphonie Nr. 2 ihres Landsmannes Wilhelm Stenhammar, für die eine ausgeprägte Polyfonie samt zugrunde liegender volkstümlicher Melodik prägnant ist. Vom Publikum gab es Standing Ovations.
Kleine Zeitung: Franz Brugner

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