Klemens Sander

Bariton

Klemens Sander war zunächst St. Florianer Sängerknabe, bevor er in Wien bei Helena Lazarska und Robert Holl studierte. Seine vielseitige künstlerische Laufbahn führte ihn u.a. an die Volksoper Wien, das Theater an der Wien, ans New National Theatre Tokio, an die Oper Leipzig, an die Neue Oper Wien und an das Badische Staatstheater Karlsruhe, wo er in verschiedenen großen Rollen seines Fachs zu hören war (u.a. Onegin, Papageno, Don Giovanni, Belcore, Silvio, Marcello, Graf Almaviva, Harlekin, Falke, Donner, Escamillo).

Auch als Interpret zeitgenössischer Opernliteratur hat sich Klemens Sander in kürzester Zeit einen Namen gemacht. Bei der vielbeachteten Österreichischen Erstaufführung von Manfred Trojahns Orest an der Neuen Oper Wien feierte er einen großen Erfolg mit seiner eindringlichen Interpretation der Titelpartie.

Einladungen als Konzertsolist und Liedinterpret führten Klemens Sander u.a. in den Wiener Musikverein und ins Konzerthaus, zu den Salzburger Festspielen, zum Kammermusikfest Lockenhaus, zum Schleswig-Holstein Musik Festival, zum Oxford Lieder Festival, ins Gewandhaus Leipzig, in die Berliner Philharmonie, in die Laeisz Halle Hamburg, in die Londoner Wigmore Hall oder in die Suntory Hall Tokio.

Bisherige Zusammenarbeit verband ihn unter anderem mit Dirigenten wie Bertrand de Billy, Kirill Petrenko, Kent Nagano, H.K. Gruber, Jérémie Rhorer, René Jacobs, Helmuth Rilling, Andrés Orozco-Estrada, Stefan Vladar, Thomas Dausgaard und Georges Prêtre.

Als Preisträger des „Richard Tauber Prize“, des Internationalen Schumann Wettbewerbs Zwickau und des Internationalen Gesangswettbewerbs S’Hertogenbosch wurde er vielfach fü̈r seinen hingebungsvollen Zugang zum klassischen Lied ausgezeichnet.

Von Klemens Sander sind diverse CDs erschienen (Mahler: Lieder eines fahrenden Gesellen, Beethoven: IX. Symphonie, Fauré: Requiem, Händel: Judas Maccabaeus, Verdi: Requiem, Bach: Kantate Ich habe genug). 2013 hat er gemeinsam mit dem Pianisten Justus Zeyen sein Debüt-Soloalbum mit Schuberts Schwanengesang und den Seidl Liedern op. 105 veröffentlicht.
2016 erschien eine weitere CD mit Schuberts Die schöne Müllerin, die mit dem Supersonic Award ausgezeichnet und für die International Classical Music Awards nominiert wurde.

Aktuelle Verpflichtungen beinhalten unter anderem Silvio in Leoncavallos Pagliacci bei der Oper Klosterneuburg, Sokrates in Kreneks Pallas Athene weint an der neuen Oper Wien, Papageno in Mozarts Zauberflöte mit Les Talens Lyriques unter Christophe Rousset an der Opéra de Dijon und in der Philharmonie de Paris sowie Dr. Falke in Die Fledermaus am New National Theatre Tokio.


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