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PRESSEBERICHTE 2016
LESUNG Mit Witz, Humor und Tiefgründigkeit begeistert Peter Simonischek brachte zur Lesung nach Lafnitz Texte von Thomas Bernhard mit. Auf die Zuhörer prasselte dabei ein textlicher Preisregen nieder. Eigentlich hätte Pro-Cultura-Obmann Rudi Wilfinger als Veranstalter des Leseabends mit Peter Simonischek das Schild Ausverkauft“ an die Türen des Gemeindezentrums in Lafnitz hängen müssen. Der Saal war nämlich bis auf den letzten Platz besetzt. Simonischek, dessen Bekanntheitsgrad sich seit seiner Rolle als „Toni Erdmann“ im gleichnamigen Kinofilm potenziert hat, hatte Texte von Thomas Bernhard, zu Lebzeiten vom Boulevard als Nestbeschmutzer angefeindet, mitgebracht. Peter Simonischek begeisterte sein Publikum © Franz Brugner Erheiterndes Der Vollblut-Schauspieler ließ einen textlichen Preisregen auf die Zuhörer niederprasseln. Simonischek hatte ausschließlich erheiternde Prosastücke von Bernhard ausgewählt, die von diversen Preisverleihungen an den Poeten erzählen. Mit dem Geld vom Julius-Campe-Preis leistete sich Bernhard sein erstes Auto, ein englisches Fabrikat, der bei einem fremdverschuldeten Unfall in Istrien zu einem Blechhaufen mutierte. Zur Überreichung des Grillparzer-Preises wiederum schritt der Autor im feinen Zwirn – neu, aber leider zu klein gekauft. Nach der feierlichen Zeremonie tauschte er den Anzug gegen dasselbe Modell mit einer größeren Konfektionsnummer um. „Ich bin selbst ein Schwein“, sagte sich der große Allesbeschimpfer, als er bloß des Preisgeldes wegen den „Kleinen Staatspreis für Literatur“ annahm. Bei Bernhards Festrede kam es zum Eklat. Weil er sich über die Nichtigkeit von Staaten ausgelassen hatte, verließ der damalige Kulturminister wutentbrannt das ministeriale Audienzzimmer. Es folgte eine kollektive Empörung. Simonischek schien sich selbst beim Lesen der satirisch-(selbst)ironischen Texte zu amüsieren. Aus den Resonanzkammern seiner sonoren Stimme hörte man eine große Sympathie für die intellektuelle Scharfzüngigkeit von Bernhard heraus. Zwei Persönlichkeiten Da trafen zwei große Persönlichkeiten aufeinander, die eine fein ziselierte Beobachtungsgabe für die Eigenheiten eines jeden Individuums auszeichnet. Den musikalischen Rahmen für diesen unvergesslichen Leseauftritt von Simonischek steuerte das Klassiker-Duo Oksana Peceny und Matic Dolenc bei. Für die Künstler gab es am Ende einen frenetischen Beifall von den begeisterten Zuhörern. Dieser steigerte sich noch, als Wilfinger Simonischek alles Gute für die Oscar-Nominierung wünschte. Kleine Zeitung:Franz Brugner | 17.24 Uhr, 27. Oktober 2016 Die "Winterreise" auf das Bild gebracht Evelyn Grill präsentiert ihre ganz persönliche Winterreise beim Kammermusikfestival in Lafnitz. 24 Bilder nach dem gleichnamigen Liederzyklus von Franz Schubert sind erstmals beim Kammermusikfestival von 22. bis 25. September in Lafnitz zu sehen. Vorgestellt wird die Künstlerin Evelyn Grill von Bgm. a. D. Manfred Schlögl im Rahmen der feierlichen Eröffnung am 22. September um 18.30 Uhr im Kultursaal Lafnitz. Foto KK Bereits in jungen Jahren wurde der Künstlerin bewusst, dass von den Liedern Schuberts eine seltsame Anziehungskraft ausgeht, die sie in einer faszinierenden Weise inspirierte. Diesen Umstand und die Tatsache, dass Schuberts Musik ganz eindringliche „Bilder im Kopf“ bei ihr entstehen ließen, nahm sie zum Anlass, die 24 Lieder der Winterreise und ihre Wirkung auf ihre persönliches Empfinden in eine bildhafte Form zu bringen. Schon beim Anhören der Lieder und auch bei der darauf folgenden künstlerischen Umsetzung konnte sie eine tiefe Sehnsucht nach Wärme und Heimat und die damit verbundene Verzweiflung und Trostlosigkeit des Wanderers, der „Hauptfigur“ der Winterreise, erfühlen. Jedoch sah sie als wesentlichen Faktor ihrer Beschäftigung mit dem Werk ihren eigenen Wunsch, doch auch das Positive und Optimistische der Lieder herauszuhören und aufzugreifen. Die Bilder sind weder als Illustration der Lieder Schuberts gedacht, noch maß sie sich an, Absichten und Intentionen des Komponisten absolut verstanden und in eine visuelle Form übersetzt zu haben. Viel eher zeichnen sie Stimmungen und Zustände, die sich bei der Beschäftigung mit den Liedern einstellten, in abstrakter Form nach und sind als sehr persönlicher Ausdruck der starken Emotionen und Eindrücken, die dieser Liederzyklus bei ihr als Zuhörerin hinterlassen hat, zu sehen. Die 24 Original Siebdrucke, jeder einzelne 320 x 140 cm groß, sind innerhalb von 6 intensiven Monaten ohne eine einzige Skizze direkt am Siebdrucktisch entstanden. Für die Ausstellung im Haus der Musik 2015 wurde diese Serie nun als hochwertige Kunstdruck Edition auf Hahnemühle Büttenpapier in verkleinertem Format aufgelegt. Kunstdruck auf Büttenpapier, á 45 x 93 cm, handsigniert, Auflage 24 Stück pro Motiv meine Woche: Alfred Mayer 18.08.2016 Ildiko Raimondi begeisterte das Publikum Schöner und eindrucksvoller als mit dem fulminanten Solo- Konzert von Ildiko Raimondi hätte sich Pro Cultura Lafnitz mit Obmann Rudi Wilfinger nicht in die wohlverdiente Sommerpause verabschieden können. Raimondi, seit 1991 Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper, beglückte das zahlreich erschienene Publikum mit viel operettengetränkter Walzerseligkeit. Den Auftakt bildete die Arie „Grüß dich Gott du liebes Nesterl“ von Johann Strauß als Hommage an Lafnitz. Raimondi intonierte das Lied „Draußen in Sievering“ mit größtmöglichem authentischen Empfinden. Stehende Ovationen Der zweite Teil des Konzertes stand im Zeichen der Komponisten Robert Stolz und Franz Lehár. Die enorme Stimmkapazität der Sopranistin, vom marokkanischen Pianisten Sascha El Mouissi optimal am Flügel unterstützt, konnte sich bei Schlagerklassiker „Im Prater blüh’n wieder die Bäume“ voll entfalten. Mit stehenden Ovationen verabschiedete das Publikum Raimondi nach zwei Zugaben. Kleine Zeitung: 19.7.2016 FRANZ BRUGNER Festival mit großen Namen In Lafnitz wurde das Rahmenprogamm des viertägigen Kammermusikfestivals von „Pro Cultura Lafnitz“ im September präsentiert. „Aus Verbundenheit zu Rudi Wilfinger.“ Christopher Hinterhuber, künstlerischer Leiter, erläutert, warum er namhafte Künstler für das Festival gewinnen konnte. Erstklassige Hochkultur um relativ wenig Geld aufs Land zu holen, bedarf einer hartnäckigen wie glaubwürdigen Überzeugungsarbeit. „Pro Cultura-Intendant“ Rudi Wilfinger verfügt über die richtigen Gene. Auch das diesjährige Kammermusikfestival „Klang.Bild 2016“, das von 22. Bis 25. September dauert, strotzt von großen Namen auf der Besetzungsliste. Christopher Hinterhuber, künstlerischer Leiter des Festivals, ist es trotz Schmalspurbudgets gelungen, Top- Interpreten wie die japanische Pianistin Kanako Yoshikane, den New Yorker Flötisten Eric Lamb oder den Cellisten Martin Rummel, der aus seiner Wahlheimat Neuseeland anreisen wird, für ein Gastspiel in Lafnitz zu gewinnen. „Aus Verbundenheit zu Rudi Wilfinger“, begründete Hinterhuber seine grandiose Herhol-Aktion zur Aufwertung des feinen Festivals. Harald Haslmayr, von Wilfinger wörtlich als „Marvel Prawy von Lafnitz“ tituliert, erläuterte mit subtiler Kennerschaft die einzelnen, am Programm stehenden Werke. Das musikalische Zentralgestirn wird dabei Franz Schubert sein, Hinterhuber über Schubert: „Ein tiefer Brunnen, auf dessen Boden man nie sieht.“ Dem Hartberger Altbürgermeister Manfred Schlögl oblag die Aufgabe, den 24-teiligen Siebdruckzyklus der Künstlerin Evelyn Grill zu Schuberts „Winterreise“ - zu sehen während des Festivals - dem Publikum inhaltlich anschaulich zu machen. Hinterhuber gab am Flügel zwei Kostproben, darunter der „Trauerwalzer“ von Carl Czerny. Kleine Zeitung: 12.7.2016 FRANZ BRUGNER Lafnitz bekam Vorzug gegenüber dem Oman Der erfolgreiche Wiener Bariton Clemens Unterreiner gastierte für ein Konzert in Lafnitz.  LAFNITZ. Ein Mann, ein Wort: Auf­grund der plötzlichen Erkrankung eines Musikerkollegen hätte Clemens Unterreiner kurzfristig für diesen einspringen und für mehrere Gastauftritte mit den Wiener Philharmonikern in den Oman ins dortige Opernhaus reisen sollen. Unterreiner hielt sei­ne Pro-Cultura-Verpflichtung aber ein. Da lachte bei dessen Obmann Rudi Wilfinger zu Recht das Herz. Der Wiener Staatsoper-Bariton hatte bewusst ein schwieriges wie abwechslungsreich disponiertes Liedrepertoire gewählt. Unterreiners vokale Differenziertheit und sein authentisches Empfinden offenbarten sich bei dessen emotional berührenden Schubert- Interpretationen. Die reine lyrische Schönheit seiner Stimme kam beim Liederzyklus von Robert Schumann zur vollen Entfaltung. Mit der großartigen Pianistin Ilse Schumann als kongeniale Partnerin zur Seite machte Unterreiner die Gedicht­vertonungen von Joseph von Eichendorff durch Hugo Wolf durch die feinfühlige Dosierung seines Timbres und seine ausdrucksstarke Suggestionskraft zu einem atmosphärischen Hörerlebnis. Makellos und souverän agierte Unterreiner auch beim Liederyklus von Richard Strauss, um bei der abschließenden Zuga­be sich in unnachahmlicher Ma­nier bei Lafnitz und dem wunder­baren Publikum musikalisch zu bedanken. Kleine Zeitung: FRANZ BRUGNER Stehende Ovationen für Pianisten Christopher Hinterhuber konzertierte in Lafnitz
PRO CULTURA LAFNITZ