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Neues Programm vom Feinsten

Von Müdigkeitserscheinungen keine Spur: Pro Cultura Lafnitz präsentiert ein spannendes Jahresprogramm mit zahlreichen, internationalen Top-Künstlern.

Rudi Wilfinger, personifizierte Drehscheibe von Pro Cultura Lafnitz, hat gewisse Parallelen zu
US-Präsident Barack Obama. Beide lieben es anscheinend spontan eine Melodie vor
versammelter Runde anzustimmen. Passierte das bei Obama kürzlich während einer Wahlkampfauftaktveranstaltung in New York, zeigte Wilfinger sein gesangliches Talent
bei der Präsentation des Jahresprogramms von Pro Cultura im voll besetzten Gemeindezentrum
in Lafnitz.

Als er auf die heurige Vier-Tages-Reise von Pro Cultura nach Venedig, wo eigens das
renommierte Altenberg Trio und Pianist Christopher Hinterhuber für die Teilnehmer ein
Gratiskonzert geben werden, zu sprechen kam, begann Wilfinger zu trällern: "Kommen Sie mit nach Italien, kommen Sie mit ans blaue Meer ...". Es blieb aber bei dem beklatschten Intermezzo.

Mit der Mezzosopranistin Irena Petkova und Valentin Pivovarov, der mit seinem lyrisch gefärbten
Bass zu überzeugen wusste, hatte man zwei erstklassige Interpreten für ein Potpourri aus
Opernarien für den elanvollen Auftaktreigen gewinnen können. Oksana Peceny (Violine),
Jung-Gitarrist Matic Dolenc und Pianistin Olga Peceny zeigten ebenfalls viel Empathie und Können. Bejubelt wurden die ausdrucksstarken Tanzeinlagen des slowenischen Tangomeisterpaars
Miha Vodicar und Nadiya Bychkova."Nimmermüde" heißt diesmal das Jahresmotto.
Wie wahr! Obwohl man jetzt die 23. Spielsaison einläutet, zeigt Wilfinger so gut wie keine Abnützungserscheinungen. So gleicht das heurige Jahresprogramm einer Pralinenschachtel
vom Feinsten. Ein Stück besser als das andere. Gleich zum Beginn nimmt Ex-Weltcup-Skiläufer
David Zwilling bei einem Vortrag die Besucher mit auf seine Pilgerreise von seiner Heimat
Salzburg nach Jerusalem (10. Februar).

Höhepunkt vor der Sommerpause verspricht der Gastauftritt der Weltklasse-Sopranistin
Petya Ivanova ("Ein Sommernachtstraum") zu werden. Im Herbst folgt das Kammermusikfestival "Kontrapunkte", bevor der "St. Ilgener Advent" durch den russischen
Chor Peresvet zum Erlebnis wird.

29.1.2012
Franz Brugner: Kleine Zeitung